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Reise in die Vergangenheit – Besucherbergwerke im Erzgebirge

Veröffentlicht am 14.07.2014

Photo: Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Photo: Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Lange, bevor im Erzgebirge die Tradition der Holzkunst begann, hatten die Einwohner eine andere Einnahmequelle. Wie der Name schon sagt, gab (und gibt) es in der Region große Vorkommen an Bodenschätzen. Die meisten Erzgebirgler lebten auch von und durch den Bergbau. Die heutigen Städte waren Siedlungen, die sich um die größten Minen bildeten, und der Bergbau bestimmte neben dem Einkommen der Familien auch stark die Kultur der Gegend. Viele der berühmten Holzkunstwerke entstanden aufgrund der Gegebenheiten des Bergbaus, so zum Beispiel die Schwibbögen, die den dunklen Alltag der Bergleute erhellten. Auch sind nach wie vor viele Motive vom Bergbau beeinflusst, wie das Räuchermännchen Bergmann von Müller Kleinkunst oder der Nussknacker Bergmann natur von Christian Ulbricht – in der Erzgebirge Holzkunst ist der Bergbau nach wie vor überall präsent.

Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Doch nicht nur in der Kunst, auch im wirklichen Leben kann man sich in die Zeit unter Tage zurückversetzen lassen. Zahlreiche Minen der Region werden zwar nicht mehr bewirtschaftet, aber sind für Besucher zugänglich. Hier haben Touristen und Interessierte die Möglichkeit, mehr über den Alltag und das nicht immer einfache Leben der Bergleute zu erfahren. Denn eins ist klar: Nur wenn man die Bergbau-Tradition versteht, versteht man, was das Erzgebirge wirklich ausmacht.

Markus-Röhling-Stolln in Frohnau / Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Markus-Röhling-Stolln in Frohnau / Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Einer dieser Besucherstollen ist das Besucherbergwerk Markus-Röhling-Stollen in Frohnau. Seit dem 15. Jahrhundert wurde hier gefördert, vor allem Silbererz und Kobalterz. Nachdem Mitte des 20. Jahrhunderts die Förderung eingestellt wurde, fand sich Ende des Jahrhunderts die Idee und schließlich auch die Umsetzung eines Besucherbergwerkes. Besucher fahren zunächst 600m mit der Grubenbahn in das Innere des Berges, wo sie detailtreu nachgebaute Einrichten wie zum Beispiel ein neun Meter hohes Kunstrad betrachten können.  Im Dorothea Stolln in Cunersdorf sind ebenfalls Führungen durch das insgesamt 50km lange Stollennetz möglich. Es gibt verschiedene Führungen zwischen 2,5km und 7km Länge – Besonderheit hier ist die Möglichkeit einer Tour zu Boot. Auch in diesem Bergwerk waren es vor allem Silbervorkommen, die den Abbau lohnenswert machten. Heute können die schön

Vorführung in Ehrenfriedersdorf / Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Vorführung in Ehrenfriedersdorf / Tourismusverband Erzgebirge e.V.

schimmernden Mineralien bestaunt werden, erstaunliche Eisensinter oder auch die Gerätschaften, welche zum Abbau früher genutzt wurden. Ein dritter der unzähligen Vorschläge ist das Besucherbergwerk in Zinnwald. Direkt an der tschechischen Grenze gelegen können auch hier Besucher in die Tiefen des Erzgebirges eintauchen. Auf dem 3km langen Rundgang kommt man unterirdisch sogar bis an die Grenze ran. Besonderes Highlight ist die Möglichkeit einer Mahlzeit unter Tage, dem sogenannten Bergschmaus. Bei lecker Hausmacherspezialitäten sowie einem Kräuterschnaps der Region erhält man eine Vorstellung davon, was für die Bergleute das normale Leben war.

Dies sind nur einige Vorschläge – in der Region gibt es viele Besucherbergwerke, von denen jedes einzelne einen Besuch lohnt. Mehr Infos gibt es auf www.erzgebirge.de – Glück Auf!


Die Grillsaison ist eröffnet!

Veröffentlicht am 17.06.2014

Smoker-BBQ-Dad-21cm-8-inch-1285103133__1001_21659_01Die Tage werden länger, die Nächte werden kürzer, das Leben findet draußen statt und die Ferien stehen in den Startlöchern: Die Grillsaison (von manchen auch Sommer genannt) fängt an. Nichts schmeckt so lecker wie frisch gegrillte Leckereien an einem Sommertag. Die Grillkultur ist in vielen Ländern verbreitet – sie bedeutet Zeit mit Freunden und Familien zu verbringen, den Tage zu genießen und sich dabei Essen schmecken lassen, dass es im Winter so nicht gibt.  Vor allem in Deutschland und den USA ist Grillen mittlerweile Kult und gehört zu einem perfekten Sommer dazu.

Smoker-BBQ-champion-18cm-7-inch-1302552290__10_1461086_01Grillen wird von fast allen Deutschen geliebt und geschätzt. Es gibt sogar einen Grillsportverein mit knapp 44000 Mitgliedern und sogar die Kanzlerin grillt ab und zu mit Staatsgästen – Grillen ist eine große Sache hier. Und es wäre nicht Deutschland, wenn es nicht unzählige Urteile und Verordnungen bezüglich der Deutschen liebsten Freizeitbeschäftigung gäbe: Es ist natürlich genau geregelt, wann man wo und wie viel auf den Rost schmeißen darf. Das hält jedoch niemand davon ab, seine Bratwurst zu genießen: Grillen ist dem Deutschen heilig.

Nutcracker-Grill-Meister-limited-edition-44cm-17-inch-1393331150__4016711004813_04-48-1_000481Und zwar so heilig, dass sogar die Erzgebirge-Hersteller Nussknacker, Engel und Räuchermännchen hergestellt haben, die davon inspiriert sind. Das kugelige Räuchermännchen Grillmeister von der Seiffener Volkskunst zum Beispiel, welcher sich gerade mit Bratwurst und Bier in der Hand ans Werk macht. Etwas weiter sind da schon das Räuchermännchen Grillmeister von KWO  und das Räuchermännchen Grillmeister von Dregeno, die schon am heißen Grill stehen und die Würstchen wenden. Etwas ganz Besonderes für Sammler ist der Nussknacker Grillmeister limitierte Edition von Steinbach: Er wird in einer Stückzahl von nur 1000 Stück herausgegeben und ist in der Regel sehr schnell vergriffen. Cooking-Angel-BBQ-75cm-3-inch-1271718023__04_31221_01Eine Sache ist im Laufe der Jahre nämlich gleich geblieben: Grillen ist Männersache! Obwohl sich sonst alles Mögliche gesellschaftlich verändert hat: Grillen ist Männersache geblieben, und komischerweise macht es hier den Frauen gar nichts aus, zu einer steinzeitlichen Rollenverteilung zurückzukehren. Sogar Engel genießen ihr Steak am liebsten gegrillt, wie dieser Kochengel mit Grill von Christian Ulbricht. Diese kleinen Grillgefährten bekommt ihr natürlich alle bei uns im Shop – genießt einen Sommer voller Tage im Freien, gutem Essen und der Gesellschaft eurer Liebsten!


Räuchermännchen für Deutschland!

Veröffentlicht am 16.06.2014

Räuchermännchen Deutscher Fußball Nationalspieler von KWO

Räuchermännchen Deutscher Fußball Nationalspieler von KWO

In knapp zwei Stunden beginnt endlich auch für das deutsche Nationalteam die Fußball-Weltmeisterschaft. Von der herrschenden Spannung und Euphorie hat sich auch KWO anstecken lassen und ein extra Räuchermännchen Deutscher Fußball Nationalspieler geschaffen. In den typischen Landesfarben und mit einem Rudi Völler Gedächtnis-Schnorres zeigt er seine Verbundenheit mit dem deutschen Team – ein must für jeden Fußball-Fan. Dann klappt es auch mit dem Pott. Auf geht’s, Schland!


Nussknacker Darth Vader und Yoda von Steinbach – ein Muss für Filmfans

Veröffentlicht am 02.06.2014

Nussknacker-Darth-Vader-Limitierte-Edition-45cm--1401195582__4250309215438_17-18-89_S01889_wBei Fans und Liebhabern sind Nussknacker aus dem Hause Steinbach sehr begehrt. Das Familienunternehmen unter der Leistung von Karla und Karolin Steinbach stellt seit 200 Jahren die bekannten Nussknacker direkt im Erzgebirge sowie in Norddeutschland her.

Das Erfolgsrezept des Unternehmens liegt – neben der außerordentlich Qualität der Produkte – besonders in der Kreativität der Familie: Nicht nur traditionelle Nussknacker-Motive wie Könige oder Soldaten werden hergestellt, sondern auch andere Figuren: Zu Beispiel Amerikanische Präsidenten oder Figuren aus Märchen und Sagen. Diese besonderen Nussknacker werden oft in einer streng limitierten Serie veröffentlicht, was sie natürlich bei Fans umso begehrter macht.

http://www.erzgebirge-palast.de/Nussknacker/Bekannte-Personen/Nussknacker-Yoda-Limitierte-Edition-245cm::8255.htmlAn zwei ganz besondere Figuren hat sich das Steinbach-Team dieses Jahr herangewagt: Darth Vader und Yoda aus den Star Wars-Filmen waren Vorbild für zwei Nussknacker, die es so noch nicht gegeben hat. Einer der beliebtesten und einer der gefürchtetsten Filmcharaktere aller Zeiten wurden von der Familie Steinbach aufgenommen und in Holz als Nussknacker kreiert. Der gutherzige und vor allem weise Yoda  ist einer der mächigsten Jedi-Meister die es je gab und war das Oberhaupt des Rates der Jedis. Er bildete Luke Skywalker aus und starb letztendlich an Altersschwäche – da war er aber schon über 900 Jahre alt. Der Nussknacker Yoda von Steinbach stellt die Eigenheiten der kleinen Kreatur bestens dar.

Während Yoda für die weise Nutzung der Macht steht, ist Darth Vader auf der dunklen Seite der Macht. Geboren als Anakin Skywalker durchlief er eine Ausbildung zum Jedi-Ritter, wandte sich jedoch später gegen eben diese. Seit dem steht er für die dunkle, aber faszinierende Seite der Macht. Mit dem glänzend schwarz lackierten Holz, dem typischen Umhang sowie einer stattlichen Größe von 45cm ist der Nussknacker Darth Vader von Steinbach so beeindruckend wie die Filmfigur selbst.

Beide Nussknacker sind für Filmfans und Liebhaber der Handwerkskunst aus dem Erzgebirge ein echtes Muss. Sie sind in einer streng limitierten Auflage erschienen – Fans sollten sich also beeilen!


Die Greifensteine – Naturattraktion im Erzgebirge

Veröffentlicht am 12.05.2014

Greifensteine

Foto: Touristeninformation Greifensteine

Neben seinen Holzkunstwerken und Weihnachtsmärkten ist das Erzgebirge vor allem bekannt für seine atemberaubende Natur. Auf 6000qm an der Grenze zu Tschechien finden Naturfreunde eine besondere Landschaft vor, in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Zu jeder Jahreszeit pilgern Wanderfreunde und Wintersportler ins Erzgebirge, um die vielfältige Landschaft zu erkunden.

Greifensteine

Foto: Touristeninformation Greifensteine

Besonders viele Besucher werden von den sogenannten Greifensteinen angezogen. Diese einzigartige Felsformation befindet sich im Gebiet zwischen Ehrenfriedersdorf, Geyer, Jahnsbach und Thum und ist ein einzigartiges Naturkunstwerk. Sieben bizarr geformte Felsen stehen heute noch in dem Gebiet, einer von ihnen kann als Aussichtsplattform betreten werden. Von dort aus kann man bei gutem Wetter bis ins Leipziger Vorland schauen. Ursprünglich waren es sogar 13 Felsen, sechs von ihnen wurden jedoch im Zuge von Steinbrucharbeiten abgebaut – zum Glück wurden diese Arbeiten jedoch im Jahr 1928 beendet und die Gegend zum Naturschutzgebiet erklärt. Die verbliebenen Felsen sind jedoch atemberaubend und einen Besuch wert – nur wenn man vor ihnen steht, kann man ihre Einzigartigkeit begreifen.

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Foto: Touristeninformation Greifensteine

Doch nicht nur ausschließlich die Felsformationen sind einen Besuch wert: Direkt dort befindet sich auch ein einzigartiges Naturtheater, in welchem regelmäßig Vorstellungen stattfinden. Rund um die Felsformationen laden zahlreiche Wanderwege ein, die Gegend besser zu erkunden. Doch vor allem für Kletterer ist die Region ein echtes El Dorado und sie können sich auf den Granitfelsen bestens ausleben. Wer zum ersten Mal Kletterluft schnuppern möchte, ist im Kletterwald Greifenstein richtig. Bis zu 13m hoch sind zwischen den Fichtenbäumen des Erzgebirges einfache bis anspruchsvolle Kletterparcours gestaltet werden, bei denen jung und alt sich austoben und Geschicklichkeit und Mut beweisen können.


Ostern steht vor der Tür – wunderschöne Osterdekoration!

Veröffentlicht am 02.04.2014

Hase-mit-Tragekorb-11-cm-1260126188__1001_42041_01Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und Büsche und Bäume haben diese Woche endgültig ihre Hoffnung auf einen Winter aufgegeben und ihr grünes Kleid angelegt: Der Frühling ist mit voller Wucht angekommen und macht die Tage schöner.

Hasenkind-Vroni-12-cm-1394280550__4022917422009_01-42-200_42200Mit dem Frühling steht auch eines der wichtigsten Feiertage des Jahres bevor: Das Osterfest. In jeder christlich geprägten Kultur ist das Fest mit Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres.

Hasenmutter-erzaehlt-Gute-Nacht-Geschichten-9cm-1285060536__02_42192_01Viele Teile des Osterfestes sind jedoch mittlerweile transformiert und haben wenig mit der christlichen Tradition zu tun. So ist zum Beispiel der Osterhase, der Eier bringt, der Mittelpunkt des Osterfestes. Dabei war es nicht immer der Osterhase: In der Schweiz brachte der Kuckuck die Ostereier, in anderen Regionen war es der Osterfuchs oder Storch. Woher der Brauch des Eier-bringenden Hasen kommt und wieso gerade er sich durchgesetzt hat, ist unklar. Auch wieso es genau Eier sind, die bunt bemalt als Symbol für das Osterfest stehen, ist nicht bekannt. Schon in  anderen, vorchristlichen Kulturen, stand das Ei jedoch schon oft im Mittelpunkt als rituelle und symbolische Speise.

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Wo auch immer es seinen Ursprung hat, es führt zu einer farbenfrohen und lebendigen Tradition, die sehr gut die Lebhaftigkeit und das Wiedererwachen der Natur symbolisiert.

Nussknacker-Herr-Fruehling-53cm-1342014964__04-453_01Auch die Hersteller des Erzgebirge lassen sich von dieser Lebensfreude anstecken und werden kreativ. Das Ergebnis sind wunderschöne Varianten des Osterhasen, die das Highlight jeder Osterdekoration sind.  Der Klassiker ist natürlich der Osterhase mit dem Eierkorb. Es sind jedoch als niedliche Abwandlungen ganze Hasenfamilien mit MutterVater und Kindern erhältlich und geben ihrem Zuhause die perfekte Frühjahrsstimmung. Für die Gründaumen, die ihren Frühling am liebsten in der Erde wühlend verbringen, gibt es auch einen äußerst kreativen Nussknacker Herr Frühling von Christian Ulbricht.

Lassen sie sich inspirieren und geben sie ihrem Zuhause eine Dekoration, die den Start in einen neuen Sommer verschönert.


Zurück zu den Wurzeln – Wiederaufnahme des Bergbaus im Erzgebirge

Veröffentlicht am 11.03.2014

Raeuchermaennchen-Bergmann-mit-Erzkiste-20-cm-1394280552__4022917211832_01-21-183_21183Eigentlich schien der Bergbau im deutschen Erzgebirge schon der Geschichte anzugehören. 1991 wurden die letzten Zechen in Altenberg und Ehrenfriedersdorf geschlossen und damit eine Tradition beendet, die 500 Jahre vorher begonnen hatte.

Oft als das Klondike des Ostens bezeichnet, hatte im Erzgebirge alles seinen Anfang im 12. Jahrhundert, als zum ersten Male erzreichen Gesteinsvorkommen in der Region entdeckt wurden. Darauf folgte das ersten ‚Berggeschrey’, also ein wahrer Silberrausch. Immer neue Rohstoffentdeckungen führten zu einer starken Zuwanderung in die Region und somit auch zur Gründung der bekanntesten Erzgebirge-Städte wie Annaberg-Buchholz oder Marienberg.

Durch starke Konkurrenz aus dem Ausland wurde jedoch der Abbau im Erzgebirge mit der Zeit unrentabel, was letztendlich zur Schließung der letzten Zechen nach der Wende führte. Die starke Verwurzlung und Verbindung der Region mit der Tradition des Bergbaus wird auch immer wieder in der Erzgebirge Holzkunst deutlich. Hier ist Bergbau sehr oft das Thema, zum Beispiel mit den Räuchermännchen Bergmann mit Hammer und Schlegel oder Räuchermännchen Bergmann mit Erzkiste von KWO.  Immer wieder greifen die Hersteller aus dem Erzgebirge die Geschichte ihrer Region auf, welche ihre Umgebung nachhaltig geprägt hat.

Raeuchermaennchen-Bergmann-mit-Hammer-und-Schlaegel-20-cm-1394280548__4022917211849_01-21-184_21184Aufgrund steigender Rohstoffpreise gibt es in den letzten Jahren wieder Bemühungen, die noch vorhandenen Rohstoffe im Erzgebirge abzutragen.  Vor allem für die Produktion von technischen Geräten sind sogenannten seltenen Erden notwendig – und die gibt es vor allem in Ostasien. Grund genug also, sich in den eigenen Landesgrenzen umzuschauen und angedachte Projekte neu zu prüfen.

So kam es zu ersten Neueröffnung eines Bergwerkes in Deutschland seit 40 Jahren. Bei Oberwiesenthal wird nun Fluss- und Schwerspat abgebaut. Bereits 1966 gab es dementsprechende Plänen; die Realisierung fand aber erst jetzt statt. Bereits in zwei anderen Standorten gibt es außerdem eine Abbaugenehmigung, weitere werden geprüft. Für das Erzgebirge findet damit eigene Rückkehr zu den eigenen Wurzeln zurück: Die Region, welche dem Bergbau in den eigenen Sitten immer eine große Rolle eingeräumt hat, kann ihre eigene Geschichte wieder zum Leben erwecken lassen.


Fastnacht im Herzen – Motivfiguren aus dem Erzgebirge

Veröffentlicht am 04.03.2014

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So langsam geht selbst in den Fastnachts  – und Karnevalhochburgen die fünfte Jahreszeit dem Ende zu. Die Narren haben sich langsam ausgetobt, die meisten Umzüge sind gelaufen und die Musik in den Straßen wird weniger.

20140304 NurseWer sich ein wenig das Gefühl der schönsten Jahreszeit erhalten will, wird bestimmt in unserem Onlineshop fündig: Zahlreiche Hersteller haben ihre Räuchermännchen und Nussknacker in verschiedensten Formen umgestaltet, so dass vielleicht auch ihr Kostüm mit dabei ist:

Traditionell ist natürlich der Clown immer wieder ein beliebtes Kostüm.  Auch die Krankenschwester dient vielen Frauen (und auch Männern) immer wieder als Inspiration für eine Fastnachts-Verkleidung – und  für Christian Ulbricht, der eine zauberhafte Kollektion von Krankenschwester-Figuren schuf.

20140304 PilotDie In-Kostüme dieses Jahr waren jedoch die Piloten bei den Männern und bei den Frauen das Marienkäfer-Kostüm. Und natürlich haben auch unsere Erzgebirgshersteller etwas Passendes zu bieten: Eine charmante Marienkäfer-Kapelle wird ihnen dabei helfen, die sorgenfreie Zeit der Fastnacht noch lange im Herzen zu bewahren. Schauen sie sich um und finden Sie heraus, ob auch ihr Kostüm einen Erzgebirge-Doppelgänger hat.

20140304 Marienkäferkapelle


Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge – Der Spanbaum

Veröffentlicht am 24.02.2014

Spanbaum-70cm-1346945450__10-50-0070_01Er steht nicht oft im Mittelpunkt, dennoch ist er von vielen Weihnachtsszenerien aus dem Erzgebirge nicht wegzudenken. Obwohl er sich meistens eher im Hintergrund hält, ist seine Herstellung jedoch eine wahre Kunst, die jahrelange Übung und Erfahrung benötigt. Die Rede ist hier vom Spanbaum, einem Teil der Erzgebirge-Volkskunst, dessen Herstellung besonders faszinierend ist.

Am Anfang wird zunächst einmal das richtige Holz gewählt: Nur gradlinig gewachsenes Lindenholz ist geeignet, um zu einem Spanbaum verarbeitet zu werden. Dieses Stück Holz wird zunächst in Form gedrechselt: Der spätere Stamm wird in eine konische Form gebracht, mit einer kleinen, flachen Scheibe an der unteren Seite – auf dieser wird der Spanbaum später stehen.

Danach beginnt das Gestalten des eigentlichen Baums bzw. seines grünen Kleides: Von oben beginnend wird mittels eines Stemmeisens jeweils in das Holz gestochen und das Werkzeug Richtung Spitze geführt. Dadurch rollt sich das Holz auf und bekommt seine charakteristische Form. Dieser Schritt wird solange wiederholt, bis man an dem unteren Ende des Baumes angelangt ist.

Neben Sorgfältigkeit und Konzentration verlangt diese Arbeit außerdem eine stete Kraft. Nur geübte Holzhandwerker können diese ausführen. Länger als zwei bis drei Stunden täglich am Stück kann sich ein Spanbaumstecher deswegen nicht seinem Metier widmen.

Im angehängten Video sehen sie die faszinierende Herstellung des Spanbaums.


Das Erzgebirge von der Dampfeisenbahn aus erleben

Veröffentlicht am 10.02.2014

Neben Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden oder den schönen Skipisten lockt auch etwas ganz anderes Nostalgiker in die Gegend: Im Erzgebirge gibt es weiterhin drei Strecken, die mit traditionellen Dampf-Lokomotiven befahren werden. Hier trifft das 20. Jahrhundert auf den Beginn der industiellen Revolution sowie die einzigartige Natur der Erzgebirgsregion und sorgt für ein unvergleichliches Erlebnis.

Foto: www.sgd-bahn.de

Foto: www.sgd-bahn.de

Die Fichtelbergbahn verkehrt zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal, der höchst gelegenen Stadt Deutschlands. Eine knappe Stunde braucht die wunderschön altmodische Dampflok, um die 238 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Dabei passiert sie sechs Brücken und gibt Einblicke in die wunderschöne Landschaft des Erzgebirges. Die Eisenbahn muss hier zum großen Teil mit Volldampf fahren, um die steilen Steigungen zu schaffen. Naturliebhaber können an den Zwischenhalten aussteigen, um zu Wandertouren aufzubrechen. Parallel zur Bahnstrecke verläuft der ‚Erlebnispfad Bimmelbahn‘, welcher eine Wanderstrecke von Cranzahl nach Oberwiesenthal darstellt. Oder man genießt die atemberaubende Landschaft direkt von den Waggons aus. Im Bordbistro kann man sich stärken, außerdem gibt es viele Sonderaktionen wie zum Beispiel eine Valentinsfahrt oder eine Kräuterschnaps-Tour.

Vor den Toren Dresdens kann man mit der Lößnitzgrundbahn die Landschaft entdecken. Wie die Fichtelbergbahn ist auch diese eine Schmalspurbahn und lässt die Fahrgäste ein Stück in die Vergangenheit reisen. Mit dieser sehr ursprünglichen Fahrmethode verbindet man herrlich ein Stück Geschichte der Region, während man durch die Weinberge fährt. Von Radebeul nach Moritzburg nach Radeburg führt die malerische Strecke, welche auch gerne mit einer Weinprobe sowie anschließendem Besuch eines Winzerbuffets verbunden wird.

Foto: www.sgd-bahn.de

Foto: www.sgd-bahn.de

Die dritte Strecke der SDG (Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft) ist die Weißeritztalbahn. Die Strecke verläuft im östlichen Erzgebirge zwischen Freital-Heinsberg und Dippoldiswalde und braucht für die 15 Kilometer knappe 45 Minuten. Man fährt durch den wildromantischen Rabenauer Grund mit seinen tiefen Felsenschluchten, dem Spechtritz Grund entlang des Flusses sowie durch die Landschaft des Seifersdorfer Grunds mit Blick auf die Dippoldiswalder Heide. Normalerweise führt die Fahrt bis in den Kurort Kipsdorf; dieser Streckenabschnitt wurde durch die Jahrhundertflut 2002, es gibt jedoch bereits konkrete Pläne, diese Strecke wieder aufzubauen.

Die Fahrten mit den Dampf-Lokomotiven sind eine wunderbar spezielle Art, auf entschleunigte Weise die unfassbar schöne Landschaft des Erzgebirges zu erforschen. Es lohnt sich auch besonders, einen Blick auf die Sonderaktionen der jeweiligen Bahnen zu werfen – dann kann man diese langsame Reise mit anderen spannenden Freizeitaktivitäten verbinden.


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