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Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge

Veröffentlicht am 25.01.2013

Weihnachtspyramide von KWO OlbernhauJeder im Erzgebirge bekommt bereits in der frühsten Kindheit eine Weihnachtspyramide geschenkt, da diese zweifelsfrei zu den
faszinierendsten Handarbeiten gehören. Nicht nur ihr warmes und angenehmes Licht auch ihre beruhigende Bewegung lassen eine einzigartige Atmosphäre entstehen.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit verbreitet die Weihnachtspyramide neben den Räuchermännern und anderer erzgebirgischer Volkskunst eine feierliche Stimmung und fasziniert die kleinen und großen Kinder. Die Weihnachts-
pyramide ist mittlerweile in vielen deutschen Haushalten in der Weihnachtszeit zu finden, doch ihre Ursprünge im Erzgebirge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Wie so vieles waren auch bei der Fertigung der Weihnachtspyramide die Bergleute, die damit begonnen haben.

Die erste Weihnachtspyramide kann man nicht mit den heutigen vergleichen, es waren einfache Lichtergestelle, welche aus am oberen Ende zusammen-
gebundener Holzstäbe bestanden. Da es noch keine beweglichen Teile an dieser Weihnachtspyramide gab, dienten Kerzen als Dekoration, welche die Bergleute unter das Gestell stellten. Diese Gestelle wurden mit der Zeit immer weiterentwickelt und so kam als nächstes ein Stab in der Mitte des Gestells dazu, an dessen oberen Ende ein Flügelrad und unterschiedlich große Zwischenetage befestigt wurden. Auf diesen Etagen wurden handgefertigte Holzfiguren gestellt und dies bildete die Grundlage der heutigen Weihnachtspyramide.

Mittlerweile ist die Auswahl an Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge enorm gestiegen. Die Motive reichen dabei von der heiligen Geschichte, dem Erzgebirge bis hin zum heimischen Wald und sollen so die Heimatverbundenheit der Kunsthandwerker verkörpern. Es gibt sie in natürlichen Farben und farbig bemalt und in verschiedenen Größen. Auch bei der Auswahl der Kerzen hat man die Qual der Wahl.
Es gibt nicht nur die klassische Variante mit Wachskerzen, auch Teelichter und elektrische Lichter
gelangen zunehmend an Bedeutung. Egal welche Art und welche Kerzen, eine Weihnachtspyramide
aus dem Erzgebirge wird jeden faszinieren.


Räuchermännchen der Erzgebirgskunst

Veröffentlicht am 11.01.2013

Räuchermännchen von Müller KleinkunstDie kleinen lustigen Figuren aus Holz kennt man unter ver-
schiedenen Namen. Sie werden zum Teil Räuchermänn-
chen
, Räucherfiguren oder in seiner Heimat dem Erzgebirge auch Raachermannl genannt. Dabei handelt es sich aber
nicht zwangsweise um Männer, es gibt auch Frauen oder Gegenstände.

Auch das Räuchermännchen gehört wie der Schwibbogen
und andere Erzgebirgskunst zum Brauchtum des Erzgebirges
und ist besonders in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Erstmals wurden im Erzgebirge Räuchermänner zwischen 1820 und
1830 erwähnt und gelten als Erfindung der Spielzeugmacher
des Erzgebirges. Sie dienen zum Abbrennen von Räucherkerzen
und Räucherkegeln, die einen angenehmen Duft nach dem Anzünden im gesamten Raum verbreiten. Man kann dabei aus einer Vielzahl von Räucherkerzen wählen, wie zum Beispiel Lavendel, Orange, Tanne, Honig, Weihnachtsduft oder traditionell Weihrauch.

Die Idee der Räuchermänner entstand durch die zunehmende Beliebtheit des Tabaks, so kann man davon ausgehen, als Vorbild der ersten Männchen die Pfeifenraucher dienten. Die ersten Räuchermännchen bestanden aus Papier- und Teigmassen und für bestimmte Köperteile verwendete man Sägemehl oder Schlämmkreide, mittlerweile sind sie aus Holz gefertigt. Ihr Körper besteht aus zwei hohl gedrechselten Teilen, um für einen gleichmäßigen Luftstrom zusorgen, damit die Räucherkerze im Inneren sanft verglimmen kann. Der dabei entstehende Rauch entweicht dabei äußerst realistisch aus der Mundöffnung.

Die original Erzgebirge Räuchermänner gibt es in vielen verschiedenen Formen. Die bekanntesten Hersteller für original Erzgebirge Räuchermänner kommen aus Seiffen, Olbernhau und Marienberg.


Was sind erzgebirgische Räuchermänner?

Veröffentlicht am 28.12.2012

Räuchermännchen von Müller KleinkunstRäuchermänner, Räuchermännel oder Räuchermännchen sind, wie auch hölzerne Nussknacker, hölzerne, geschnitzte Figuren, die bereits um 1820 im Erzgebirge erfunden wurden und bis heute neben Weihnachtspyramiden, Nussknackern und ‘Schwibbögen’ einen nicht unbeträchtlichen Anteil erzgebirgischer Volkskunst darstellen.

Mit großem künstlerischem Geschick hergestellt, sind erzgebirgische Räuchermänner beliebte Objekte für Sammler und werden somit gerne nachgeahmt. Ihren Namen erhielten sie, weil mit ihrer Hilfe Räucherkerzen oder -kegel zur Raumluft-Verbesserung abgebrannt werden.
Ursprünglich wurden erzgebirgische Räuchermänner hauptsächlich zu den Weihnachtstagen verwendet, wo man sie dann mit Weihrauch befüllte.
Da man sie nunmehr ohne Einschränkung überall kaufen kann, sind die erzgebirgischen Räuchermänner rund um die Welt und ganzjährig in Gebrauch. Der Rauch entweicht, mit einigen Ausnahmen, überwiegend durch den Mund der Figuren.

Die ersten Räucherfiguren stellten Handwerker, Jäger, Soldaten, Bergleute, aber auch Schneemänner oder Wichtel dar. Heutzutage kennt man eine unendliche Auswahl von Motiven für die Holzfiguren. Es gibt ‘Kanten-
hocker’, welche man auf die Tischkante setzt, Kartenspieler beim Spiel und auch weibliche Figuren sind üblich geworden. Da ist der Schornsteinfeger, Bäcker, Waldarbeiter – sogar Eisenbahner findet man heute als Motiv für das Räuchermännchen. Doch nicht nur Berufe halten mehr her als Motiv, sondern auch Hobbys wie beispielsweise Golf, Ski oder Skaten sind vertreten.

Im Mittel reichen die Figuren von 15 bis zu 40 Zentimetern, doch gibt es auch Ausnahmen von dieser Regel.
Die Volkskunst der Herstellung dieser Figuren wird auch heute noch in bester Qualität in den erzgebirg-
ischen Ursprungsorten wie beispielsweise Seiffen, ausgeübt.

Das größte sowie das kleinste Räuchermännchen der Welt befinden sich beide in Bautzen im dortigen ‘Miniaturenpark Kleinwelka’.


Nussknacker aus Holz

Veröffentlicht am 21.12.2012

Nussknacker von UlbrichtWer kennt sie nicht, die treuen Begleiter zur Weihnachtszeit?
Lebkuchen und Nüsse. Dies bedeutet für die meisten von uns Weihnachten. Die Lebkuchen werden angebissen und einfach Biss für Biss verspeist – die Nüsse hingegen werden – vorzugsweise mit dem Nussknacker-Männchen mit dem weißen Bart aus Holz – geknackt, um dann ebenso verspeist zu werden. Doch woher kommen diese uns so liebgewordenen Nussknacker? Wo stammen sie her?

Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden diese Nussknacker-Figuren hauptsächlich im Erzgebirge hergestellt.
Das etwas strenge Erscheinungsbild dieser Figuren soll an die damaligen Herrschenden wie König, Oberförster oder Polizei-Gendarm erinnern. Ein aus überwiegend Buchen- oder Fichten-
holz
bestehender, über 30 Zentimeter großer Nussknacker kann aus sechzig einzelnen Teilen bestehen und in bis zu 130 ver-
schiedenen Arbeitsschritten hergestellt sein. Leuchtend bunte Farben, Leder, Schnüre sowie verschiedene Stoffe prägen das äußere Erscheinungsbild dieser beliebten Figuren der erzgebirgischen Volkskunst.

Der größte Nussknacker der Welt steht als Ritter ‘Borso von Riesenburg’ vor dem Nussknackermuseum im erzgebirgischen Neuhausen. Dieser ‘Ritter-Nussknacker erreicht eine Höhe von Zehn Metern und zehn Zentimetern und wiegt stolze 3285 Kilo. In diesem Museum findet man insgesamt etwa 5 000 Nussknacker unterschiedlichster Ausführung. Der größte sich auf einem Weihnachtsmarkt befindliche Nussknacker misst immerhin noch seine sechs Meter und zwanzig Zentimeter und befindet sich in Osnabrück.

Die Erfindung des ersten Nussknackers, bestehend aus zwei Hebelarmen, schreibt man übrigens Aristoteles zu. Auch Leonardo da Vinci beschäftigte sich angeblich mit einem Gerät zum Knacken von Nüssen.

Nach 1800 wurden im Erzgebirge nach der Einstellung des Bergbaues mit der Drechsel-Arbeit neue Erwerbsquellen erschlossen und neben praktischen Haushaltsgegenständen wurden auch dekorative
Gegenstände wie Räuchermännchen oder Nussknacker hergestellt. Heute findet man allerdings vielerorts auch nur noch dekorative Sammelobjekte ohne eigentliche Nussknackerfunktion.


Weihnachtsengel aus dem Erzgebirge

Veröffentlicht am 14.12.2012

Engel von UlbrichtGerade in der Weihnachtszeit, wenn die Tage kürzer und dunkler wirken, gibt es wohl kaum jemanden, der es nicht gemütlich und besinnlich liebt. Man stellt sich bereits auf das Weihnachtsfest im Kreise der Lieben ein und macht sich natürlich allmählich auch Gedanken, was man wohl dieses Jahr als Geschenk besorgen könnte. Selbstverständlich möchte man nicht einfach irgendetwas verschenken, denn das Geschenk, soll dem zu Beschenkenden ja auch wirklich Freude bereiten. Man überlegt also gründlich, was am besten geeignet ist.

Wenn man an die besinnliche und weihnachtliche Stimmung denkt, dann fallen einem vermutlich als erstes helle Lichter, Sterne und natürlich auch Engel ein. Der Weihnachtsengel! Da Engel bereits seit eh und je mit positiven Mächten verbunden werden, genießen diese ein besonders hohes Ansehen. Ein Engel soll Menschen, die einem wichtig sind, beschützen und ihnen das Gefühl geben, sich geborgen zu fühlen. Engelsaugen, die stets
über einen wachen und eine übersinnliche Verbindung zu Gott herstellen. Die Engelsmotive sind daher tief verwurzelt mit dem christlichen Glauben und das bereits von Anfang an. Eine Engelsfigur ist also sowohl für gläubige Christen, als auch für Menschen, die das himmlische Aussehen der Holzengel einfach lieben, ein tolles Geschenk.

Hergestellt werden diese bezaubernden Weihnachtsengel liebevoll in Handarbeit. Dabei werden für die Holzengel in Erzgebirgischer Volkskunst nur hochwertige Materialien verarbeitet. Gemeint sind damit hochwertiges Holz sowie die für den Anstrich benötigten Farben. Wer Handarbeiten aus Holz liebt, wir von einem Weihnachtsengel begeistert sein. Doch nicht nur die Holzengel schaffen es zu überzeugen, auch die Kombination Engel und Bergmann, Engelsorchester und Pyramiden sorgen für Begeisterung. Erzgebirge Engel gibt es natürlich in verschiedenen Ausführungen. Beispielsweise gibt es die Holzengel in unterschied-
lichen Größen und in verschiedenen Farben. Aber selbstverständlich darf auch der Weihnachtsengel mit Kerzen nicht fehlen.


Erzgebirgische Volkskunst – kleine Figuren

Veröffentlicht am 07.12.2012

Figur von UlbrichtDas Erzgebirge und die Erzgebirgische Volkskunst sind in der Regel immer eng mit Weihnachten verbunden. Wer sich einmal in der Vorweihnachtszeit in diese Region begibt, der ist dem Zauber, den die Erzgebirgische Volkskunst versprüht, meist auf Anhieb erlegen. Überall in der Region gibt es kleine Familien-
betriebe
, die in aufwendiger Handarbeit immer wieder aufs Neue Figuren und Symbole fertigen, an denen man sich zu Weihnachten erfreuen kann. Doch die Erzgebirgische Volks-
kunst befasst sich nicht nur mit Weihnachten. Auch wenn man in der Hauptsache Räuchermännchen und Schwibbögen mit dieser herrlichen Erzgebirgskunst verbindet. Einige Unter-
nehmen, die die Erzgebirgische Volkskunst betreiben, haben erkannt, dass man nicht nur zu Weihnachten mit den filigranen Holzkunstwerken erfolgreich sein kann.

Diese Hersteller haben es sich zur Aufgabe gemacht, dass sie auch zu Ostern mit ähnlichen Figuren aufwarten. So werden aus den Engeln zur Weihnacht dann Hasen zu Ostern. Auf diese Weise bekommt die Erzgebirgische Volkskunst das ganze Jahr einen Stellenwert, den die meisten Menschen sonst nur aus der Weihnachtszeit kennen. Wer sich dazu entschließt, die Erzgebirgische Volkskunst in seinem Heim einziehen zu lassen, der sollte jedoch immer auf die Echtheit dieser kleinen Kunstwerke achten. Nur wenn das Siegel Erzgebirgische Volkskunst auf den Räuchermännchen oder anderen Holzkunstwerken ange-
bracht ist, der auch den Namen des Herstellers enthält, kann man sicher sein, dass es sich um Erzgebirg-
ische Volkskunst handelt.

Auf die Erzgebirgische Volkskunst ist die gesamte Region besonders stolz, denn schließlich ist sie der beste Botschafter der Region. Der Clou bei der Vielfalt ist, dass man sich eine schöne Sammlung zulegen kann, die niemals vollzählig sein wird. Bisher haben es die Hersteller immer wieder geschafft, in jedem Jahr eine neue Figur zu kreieren. Das ist auch ein Erfolgsrezept, warum die Erzgebirgische Volkskunst überall in der Welt so sehr beliebt und bei Sammlern so begehrt ist.


Erzgebirge Schwibbogen

Veröffentlicht am 30.11.2012

SchwibbogenSeit Jahrhunderten wurden im Erzgebirge die unterschiedlichsten Gesteine mittels des unterirdischen Bergbaus gefördert. In ihrer Freizeit begannen die Bergleute mit dem Schnitzen von Räuchermännchen und Schwibbogen. Langsam wurden die Arbeiten immer feiner und es entwickelte sich die Erzgebirge Volkskunst. Sehr häufig wird das Christi Geburt Motiv dargestellt, welche auch an vielen der Schwibbogen zu finden sind. Als Zentrum der Volkskunst hat sich Seiffen entwickelt, wo sogar ein eigenes Spielzeug- museum geschaffen wurde. Vom Schwibbogen über den Nussknacker bis zur Pyramide kann in dem Museum die Schnitzkunst bewundert werden. Das ganze Jahr über strömen Besucher aus aller Welt nach Seiffen und der Andrang ist besonders in der Weihnachtszeit sehr hoch. In einer Schauwerkstatt können die Besucher zusehen, wie ein Schwibbogen oder Nussknacker hergestellt wird. In mühevoller Kleinarbeit werden die Teile zusammengesetzt. Einige Besucher möchten einen Schwibbogen mit elektrischen Kerzen oder ein Räuchermännchen mit nach Hause nehmen. Viele kleine Geschäfte im Ort bieten eine große Anzahl an weihnachtlichen Figuren zum Kauf an. Ein Schwibbogen kann mit unterschiedlichen Motiven gekauft werden, wobei zwischen elektrischer Beleuchtung oder echten Kerzen gewählt werden kann. Wer Seiffen unbedingt einmal besuchen möchte, der Sommer ist die beste Zeit dafür. In dieser Jahreszeit ist der Besucherandrang nicht so hoch und der Preis für einen Schwibbogen kann verhandelt werden. Seiffen ist auch in der warmen Jahreszeit wie ein großer Weihnachtsmarkt, denn in diesem Ort ist ständig Weihnachtszeit und wird nicht umsonst als Spielzeugland bezeichnet. Ein Schwibbogen und weitere Figuren sind in jedem Fenster der Anwohner zu finden. In den Geschäften gibt es hier einen Schwibbogen und da einen Schwibbogen und die vielen elektrischen Kerzen strahlen eine enorme Wärme ab.


Weihnachtspyramiden aus Seiffen im Erzgebirge

Veröffentlicht am 23.11.2012

WeihnachtspyramideWeihnachtspyramiden aus Seiffen – was ist das Besondere?

Weihnachtspyramiden aus Seiffen sind als Dekoration während der Weihnachtszeit gedacht – und sie sind Teil von Brauchtum und Volkskunst des Erzgebirges.

In Art eines Karussells aufgebaut, sind sie sowohl mit christlichen als auch weltlichen Motiven gefertigt. Aus Holz angefertigt, bestehen Weihnachts-
pyramiden aus Seiffen aus einer Grundplatte, die vier-, sechs-, oder auch achteckig sein kann und von welcher aus ein sich nach oben verjüngendes Gestänge mit drehbarer Welle ragt. Mehrere Teller sind an dieser befestigt und sind mit geschnitzten Figuren ausgestattet. Ein Flügelrad am oberen Ende der Welle wird von aufsteigender Wärme von Kerzenflammen, welche sich an der Außenseite der Pyramide befinden, angetrieben,

Weihnachtspyramiden aus Seiffen sind kunstvoll verziert, besitzen manchmal die Form eines Hauses, aus dessen Dach die Drehflügel
heraus ragen. Andere wiederum sind als Pyramiden in mehreren Etagen ausgebildet.

Der Ursprung der Weihnachtspyramiden reicht zurück bis in das Mittelalter, als es üblich war, immergrüne Zweige aufzuhängen, um Unheil abzuwenden. Lichtergestelle aus vier zusammen gebundenen Stäben, welche mit Zweigen umwunden waren, wurden im 18. Jahrhundert mit Lichtern versehen und entwickelten sich im Erzgebirge zu den heutigen kunstvollen Gebilden. Einen Aufschwung erlebte die Weihnachtspyramide um 1830, als man das Paraffin entdeckte, so dass man die teuren Talgkerzen damit ersetzen konnte.

Kaufen kann man die bekannten und künstlerischen Gebilde aus Seiffen oder auch aus Olbernhau im Erzgebirge über unzählige Internetseiten oder direkt an Ort und Stelle im Erzgebirge.


Worum geht es bei der Erzgebirgskunst?

Veröffentlicht am 16.11.2012

Spieldose aus dem ErzgebirgeDie Volkskunst im Erzgebirge hat eine lange Tradition. Waren die Bewohner des Erzgebirges bereits seit dem 12. Jahrhundert als Bergleute mit dem Abbau von Erzen beschäftigt, so schnitzten sie in ihrer Freizeit hölzerne Figuren mit Motiven ihrer täglichen Arbeit.
Als im Ausgang des 16. Jahrhunderts die Erzvorkommen schwanden, fanden die Menschen dank eines hohen Holzaufkommens in ihrer Umgebung neue Beschäftigung als gewerbliche Holzschnitzer. So entstand aus einer ursprünglichen Notlage die Erzgebirgskunst, die bis in unsere heutige Zeit Bestand hat.
Wurden anfänglich noch hauptsächlich alltägliche Gebrauchsgegenstände für den Verkauf hergestellt,
so entwickelte sich doch schon recht bald als Erzg-
ebirgskunst die Produktion von Spielzeug und Figuren wie Engeln, Pyramiden, original Räuchermännchen, Nussknackern aus Holz, sogenannten Schwibbögen, Spieldosen und vielem mehr.

Auch heute noch wird die Erzgebirgskunst in der Region Seiffen von kleinen Betrieben in preisgünstiger Handarbeit ausgeübt. In unserer modernen Zeit kann man die künstlerischen Schnitzereien auch online kaufen. Ein Bergmann auf einem Schaukelpferd bildet übrigens das Logo dieses Handwerks.
Erzgebirgskunst erfreut sich weltweit großer Beliebtheit nicht zuletzt wegen der gediegenen Ausführung der handgeschnitzten Figuren, welche ausschließlich aus hochwertigen Hölzern und Farben hergestellt werden und nicht mit Plagiaten aus ‘Billiglohn-Ländern’ verglichen werden können. (Leider gibt es diese Unsitte heute und sogar der Name Erzgebirge wird solcherart missbraucht).

Das ‘Erzgebirgische Spielzeugmuseum’ in Seiffen stellt eine der größten Sammlungen echter
Erzgebirge-Volkskunst aus. In Neuhausen (einem Nachbarort Seiffens) wiederum findet man das erste Nussknacker-Museum Europas, welches zugleich die weltgrößte Sammlung von Nussknackern beherbergt. (Mehr als 5000 Exemplare). Auch das Dresdner ‘Museum für Sächsische Volkskunst’ hält eine große Sammlung an Erzgebirgskunst bereit.


Seiffener Volkskunst aus dem Erzgebirge

Veröffentlicht am 09.11.2012

Seiffener VolkskunstDas Erzgebirge ist zwar nicht ausschließlich, aber zu einem großen Teil für seine Holzkunst weit über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt. Immer häufiger sind es Weihnachtsgeschenke aus Seiffen, die unter dem Christbaum liegen. Erzgebirge und Seiffener Volkskunst werden von vielen Touristen in einem Atemzug genannt. Ein Besuch in der kleinen Stadt im Erzgebirge gehört bei vielen Besuchern der Region zum festen Programm. Hier besichtigen sie nicht nur die eine oder andere Produktionsstätte der Seiffener Volks-
kunst, sondern sie kaufen auch Schwibbögen, Pyramiden, Spieldosen, Räuchermännchen und vieles mehr. Hersteller wie Dregeno Seiffen, Richard Glässer und das Nussknacker-
haus Christian Ulbricht fertigen hochwertige Produkte, die man mittlerweile in vielen Wohnungen und Häusern finden kann.

Das Erzgebirge und die Holzkunst hat eine lange Tradition, denn es waren vor allem die Bergleute, die um ihr karges Einkommen aufzubessern, begannen aus Holz die unter-
schiedlichsten Figuren zu fertigen. Im Laufe der Jahre hat
sich daraus ein Handwerk entwickelt, das nur hier in der ehemaligen Bergbauregion zu finden ist Seiffener Volkskunst ist in einer Vielzahl von Wohnungen und Häusern zu finden, zumeist werden die filigranen Arbeiten lediglich in der Weihnachtszeit hervorgeholt. Sie tauchen die Zimmer in ein weihnachtliches Lichtermeer, verbreiten weihnachtlichen Duft oder aber sie wecken längst verblasste Kindheits-
erinnerungen.

Die Seiffener Volkskunst zeichnet sich durch eine langlebige Handarbeit aus, die durch eine regelrechte Detailverliebtheit besticht. Bei so manchem Tier glaubt der Betrachter, jedes einzelne Haar des Fells zu sehen. So sind die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Werkstätten wohl eher Künstler, die mit großer Liebe ihrer Tätigkeit nachgehen. Es gehört sehr viel Feingefühl dazu, um aus einem Stück Holz ein Tier, einen Baum oder etwas Ähnliches zu schnitzen bzw. zu fertigen. Eine ruhige Hand ist nötig, um die Figuren, Häuser usw. im Anschluss detailgetreu zu bemalen, denn auch dies geschieht von Hand. Alles zusammen zeigt die hohe Qualität der Seiffener Volkskunst aus dem ehemaligen Bergbaugebiet.


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